Am gestrigen Samstag startete die Jugendliga mit der 2. Runde ins neue Jahr – und begann für mich mit einem kleinen Herzstillstand. Als ich pünktlich zum vereinbarten Treffpunkt in Dinslaken kam, um Anna (Foto) und Simon abzuholen, war ich allein auf weiter Flur und musste feststellen, dass Kommunikation auch im Zeitalter allgegenwärtiger Social Media und künstlicher Intelligenz noch immer das Allerschwerste ist: Der menschliche Faktor bleibt der Fehler im System.
Nach hektischen Rearrangements konnten wir dann aber nach einer halben Stunde endlich losdüsen, sammelten unterwegs noch den in Sterkrade wartenden Fedaa ein und kamen – o Wunder! – mit lediglich zehn Minuten Verspätung im Spiellokal des OSV an, wo die Runde, bereits in vollem Gange war.
In der Meistergruppe bekam es Team 1 der Spielgemeinschaft Sterkrade mit Hervest Dorsten, dem Drittplatzierten der vergangenen Saison, zu tun, doch der erwartet schwere Kampf verlief überraschend einseitig zu unseren Gunsten. An Brett 1 überspielte Gabriel Emekli seine Gegnerin bereits in der Eröffnung. Roman fuhr an Brett 4 bei seinem ersten Einsatz einen sicheren Punkt ein. Simons Gegner gab viel zu früh die Partie auf. Nur Fedaa musste zwischenzeitlich um das Leben seines Königs fürchten, drehte die Partie dann aber nach einem schweren Fehler seines Gegners zu einem Sieg. Mit einem 4-0 hatten wir im Vorfeld nun wirklich nicht gerechnet.
In der Nachwuchsgruppe gibt es für unsere 2. Mannschaft sowieso nur schwere Gegner. Diesmal war es Horst-Emscher. Da gibt es zunächst einmal Positives zu vermelden. Liam, Anna, Elisabeth und Samuel kamen allesamt recht gut aus der Eröffnung. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Samuel verlor dann ein bisschen den Überblick, büßte schnell eine Menge Material ein und war dann plötzlich schachmatt. Elisabeth hatte eine aktive, leicht vorteilhafte Stellung. Anstatt diesen Vorteil mit einfachen Zügen zu nutzen, fing sie dann aber an, zu umständlich zu spielen und überließ ihrem Gegner die Initiative. Gerade als das Spiel zu kippen drohte, gab ihr Gegner allerdings völlig überraschend mit Bauchschmerzen auf. Liam machte einen wirklich unnötigen Anfängerfehler, indem er die Fesselung seines Springers vergaß, munter loszog, um dann im nächsten Zug seine Dame und damit die Partie zu verlieren. Anna spielte trotz des Wirrwarrs zu Beginn des Tages eine solide Partie und erreichte schließlich ein ganz ausgeglichenes Turmendspiel. Dann lehnte sie das Remisangebot ihres Gegenübers ab, beging einen positionellen Fehler, opferte danach in einem Anfall von Panik ihren Turm und besiegelte damit die Niederlage des Teams zum Endstand von 1-3.
Starker Auftritt der 1. Mannschaft, einige Lichtblicke bei der 2. Mannschaft – kein schlechter Start ins neue Jahr. Am 14. Februar geht es weiter mit der 3. Runde. Hoffentlich macht uns der Karneval keinen Strich durch die Rechnung.
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